Pflanzaktion im EJOT-Aufforstungsareal
Inmitten der anhaltenden Trockenheit fand am 4. April 2025 eine bedeutende Pflanzaktion im EJOT-Aufforstungsareal am Albrechtsplatz zwischen Bad Berleburg und Winterberg statt.

Unter der Leitung von Steffen Schmidt, Revierförster der Wittgenstein Berleburg’schen Rentkammer, pflanzten am Nachmittag acht engagierte SchülerInnen unserer Schule zusammen mit Mitarbeitenden der EJOT-Gruppe rund 400 Setzlinge.

Begleitet wurden die SchülerInnen von Frau Kolb und Frau Kiontke. Diese Aktion ist Teil des Aufforstungsprojekts TREEATHLON®, das anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von EJOT ins Leben gerufen wurde.

Die gepflanzten Baumarten, darunter Küstentanne, Roteiche und Thuja, wurden sorgfältig ausgewählt, um eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber den herausfordernden Bedingungen des Standorts zu gewährleisten. Unterstützt von Forstexperten konnten die SchülerInnen wertvolle Einblicke in die Bedeutung der Aufforstung und den Schutz der heimischen Flora und Fauna gewinnen.

Besonders erfreulich ist die Naturverjüngung im 3,2 Hektar großen Areal, wo sich bereits zahlreiche heimische Pflanzen angesiedelt haben.

Die SchülerInnen und Lehrerinnen, die zum zweiten Mal an dieser Aktion teilnahmen, zeigten sich begeistert von der Entwicklung der jungen Pflanzen und der Möglichkeit, aktiv zur Aufforstung beizutragen.

EJOT-CEO Christian Kocherscheidt betonte die Wichtigkeit solcher Projekte für die Umweltbildung: „Die Natur und der Wald werden zu einem Lernort, an dem wir gemeinsam Verantwortung übernehmen.“ Seit Projektstart im Jahr 2022 wurden bereits etwa 7000 Setzlinge gepflanzt – ein Schritt in die richtige Richtung für eine nachhaltige Zukunft.

Wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit mit der Firma EJOT und der Wittgenstein Berleburg’schen Rentkammer.
Text: KI
Fotos: KI, KO
Vorlesewettbewerb 2024/25
Alexander Schmidt gewinnt den Schulentscheid an der Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule

Die Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule in Bad Berleburg hat ihren besten Vorleser gekürt. Alexander Schmidt konnte sich im diesjährigen Vorlesewettbewerb gegen fünf Mitschülerinnen und Mitschüler der Jahrgangsstufe 6 durchsetzen. Er zieht nun im Februar 2025 in die nächste Wettbewerbsrunde auf regionaler Ebene ein, den Kreisentscheid.

Begeisterung für Geschichten zu erwecken und die Faszination des Erzählens zu vermitteln, das sind die Grundideen des Vorlesewettbewerbs. Und das ist der Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule zum wiederholten Male gelungen. Mit Engagement und Lesefreude waren die besten Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a und 6b am Start und trugen Passagen aus ihren Lieblingsbüchern vor. Bewertet wurden dabei Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl.

In dem gemütlich hergerichteten und stilvoll dekorierten Mehrzweckraum der Schule lasen die sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihrem Publikum Auszüge aus dem Kinderroman „Rennschwein Rudi Rüssel“ als Fremdtext vor.

Die fachkundige Jury, bestehend aus Astrid Wahl (Kinderbuchautorin), Alrun Hoffmann-Krönert (Journalistin) und Lenny Saßmannshausen (Vorjahressieger), hatte nun die anspruchsvolle Aufgabe, die schulbeste Vorleserin bzw. den schulbesten Vorleser zu ermitteln.

Hier behauptete sich Alexander Schmidt (Klasse 6b) knapp vor Sibell Wickert (Klasse 6b). Den 3. Rang belegte Anduela Ahmati (Klasse 6a), gefolgt von Louis Höcker (Klasse 6a), Jeremy Mrozinski (Klasse 6a) und Ionela Nicolae (Klasse 6b).
Alle klassen- und schulbesten Vorleserinnen und Vorleser wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhielten Buch-Gutscheine vom heimischen Buchhandel.

Anmerkung zum Bild:
Hintere Reihe von links nach rechts:
Christina-Feige-Meyer (Schulleiterin), Astrid Wahl (Jury), Ionela Nicolae (6b), Sibell Wickert (6b), Alrun Hoffmann-Krönert (Jury)
Vordere Reihe von links nach rechts:
Lenny Saßmannshausen (Jury), Jeremy Mrozinski (6a), Alexander Schmidt (6b), Anduela Ahmati (6a), Louis Höcker (6a)
Text: HO
Fotos: BK, FM
Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule und REGUPOL - Eine Partnerschaft für die Zukunft
Die REGUPOL Germany GmbH & Co. KG und die Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule in Bad Berleburg bündeln ihre Kräfte, um Schülerinnen und Schülern frühzeitig berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Mit einer langfristigen Partnerschaft möchten beide Institutionen die Region stärken und junge Talente fördern.
Die Anforderungen der modernen Arbeitswelt entwickeln sich stetig weiter. Angesichts einer Vielzahl an Berufsmöglichkeiten und der zunehmenden Digitalisierung ist es essenziell, Jugendlichen Orientierungshilfen zu geben. REGUPOL nimmt diese Herausforderung an und öffnet jungen Menschen die Tür zu spannenden Berufsfeldern und Bildungswegen.

Die Schulleiterin der Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule, Christina Feige-Meyer, zeigt sich erfreut über den Ausbau der Kooperation und betont, dass die Schule und REGUPOL seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten. "In gemeinsamen Gesprächen wurden die Impulse der Schule zur Praxiserprobung aufgegriffen und deren Umsetzung innovativ geplant."

Die Kooperation umfasst ein breites Spektrum an Angeboten, die darauf abzielen, Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihren Berufseinstieg vorzubereiten. Dazu zählen unter anderem Betriebspraktika, Veranstaltungen zur Berufsinformation sowie die Integration praxisbezogener Inhalte in den Unterricht. Durch diese Maßnahmen erhalten Jugendliche die Gelegenheit, reale Arbeitsabläufe kennenzulernen und ihre persönlichen Fähigkeiten in einem beruflichen Kontext zu erproben. Dies hilft ihnen, die Weichen für ihre berufliche Zukunft zu stellen, sei es in Form einer Ausbildung oder eines dualen Studiums.

„Wir freuen uns sehr, dass wir erneut eine Kooperation mit einer Schule eingehen können“, erklärt Lisa Afflerbach, Ausbildungsleiterin bei REGUPOL. „Es ist uns ein großes Anliegen, jungen Menschen aus unserer Region die beruflichen Möglichkeiten aufzuzeigen, die sie hier vor Ort erwarten. Diese Partnerschaft gibt uns nicht nur die Gelegenheit, als Arbeitgeber sichtbar zu werden, sondern auch dazu, einen wichtigen Beitrag in der Förderung der Schülerinnen und Schüler zu leisten. Gemeinsam können wir ihnen wertvolle Orientierung und praxisnahe Einblicke in die Berufswelt bieten.“

Die Zusammenarbeit ist als langfristiges Projekt angelegt, welches regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. So bleibt die Partnerschaft flexibel und kann den Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt gerecht werden.
Von der Kooperation profitieren beide Seiten: Die Schülerinnen und Schüler gewinnen durch die praxisnahen Angebote wertvolle Orientierung und können besser einschätzen, welche beruflichen Wege zu ihnen passen. Für die Schule bedeutet die Zusammenarbeit eine Bereicherung des Unterrichts durch konkrete, anwendungsorientierte Inhalte. REGUPOL wiederum erhält die Möglichkeit, motivierte Nachwuchskräfte frühzeitig kennenzulernen und für das Unternehmen zu begeistern.
Die Partnerschaft zwischen REGUPOL und der Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule verdeutlicht, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Bildung ist. Sie zeigt, dass regionale Initiativen eine Schlüsselrolle spielen, um Jugendlichen eine klare Perspektive zu bieten und die Region langfristig zu stärken.
Text: RE, FM
Bilder: RE
Gedenkfeier 2024 zur Reichspogromnacht am 09.11.1938
Wie gewohnt, erinnerten sich auch in diesem Jahr in allen drei Wittgensteiner Kommunen Menschen an die Geschehnisse des 9. November 1938.

In Bad Berleburg lud der Arbeitskreis „Schule für Toleranz und Zivilcourage“ von der Berleburger Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule, diesmal bereits morgens um 11.00 Uhr, zum Pogrom-Gedenken beim Mahnmal am Berlebach ein. Ute Bänfer begrüßte die Anwesenden und erinnerte in ihrer Ansprache an das Ereignis der Pogromnacht, in deren Zuge die Synagoge geschändet und jüdische Bürger misshandelt wurden. "Ebensowenig darf man die aktuellen Geschenisse in Israel und Palästina nicht aus dem Blick verlieren und sollte aufkeimendem Antisemitismus entgegentreten." Die letztjährige Klasse 9 und diesjährige Klasse 10 beschäftigten sich im Religionsunterricht besonders mit dem Beispiel der Familie Gonsenhäuser aus Berleburg und der Judenverfolgung.

Alina, Ina und Enie berichteten mit kurzen Texten von diesen Unterrichtsinhalten und der Stolpersteinverlegung im September. In der Gedenkrede, die Otto Marburger hielt, ging er auf die furchtbaren Geschehnisse der Deportation und Ermordung von Auguste Gonsenhäuser ein, die als ehemalige Berleburger Bürgerin nach Estland verschleppt und in Kalevi-Liiva ermordet wurde.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10, Paul Dienst, Misha Dusheiko, Enie Gersch, Ina Limper, Lars Ostermann und David Salomon verlasen anschließend die Namen der ehemaligen jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn, die keine Berleburger mehr sein durften. Für jeden Namen legte Alina eine Rose am Mahnmal nieder.

Beide Redner, sowohl Ute Bänfer als auch Otto Marburger ermutigten dazu, dass es an diesem Tag nicht allein ums Erinnern gehen dürfe, sondern auch darum, für die Zukunft mutig aus den Geschehnissen der Reichspogromnacht 1938 zu lernen. Zahlreiche Gäste kamen zur Gedenkfeier und folgten den Ausführungen der Arbeitsgruppe.

Text: BF
Fotos: FM, Gesper
Spannender Workshop mit Lorenzo Coletellacci
Zu einem außergegewöhnlichen Workshop trafen sich vor den Herbstferien die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a mit dem italienischen Schriftsteller Lorenzo Coltellacci im Dritten Ort - der Bücherei der Stadt Bad Berleburg. Im Kunstunterricht hatten sich die Jugendlichen mit dem Leben und der Arbeit des niederländischen Künstlers M.C. Escher beschäftigt.

In dem Workshop trafen sie schließlich den italienschen Autor, der zusammen mit dem Grafiker Andrés Abiuso, die Graphic-Novel "Unmögliche Welten" geschaffen hat. Dieser "grafische Roman" führt sehr anschaulich durch die optischen Täuschungen des M.C. Escher.

Begleitet von Christina Feige-Meyer und Kerstin Burgmann meisterten sie die Herausforderung, diesen Workshop komplett in englischer Sprache zu bestreiten. Nach der Begrüßung durch Rikarde Riedesel stellten sie Coltellacci zunächst Fragen, die sie zuvor anhand von Bildbetrachtungen im Kunstunterricht erarbeitet hatten.

In einem einführenden Vortag erklärte der italienische Autor zunächst den Aufbau einer grafischen Novelle und animierte die Schülerinnen und Schüler dann, selbst aktiv zu werden und sich eine spannende Bildgeschichte auszudenken.

In Kleingruppen erfanden die Jugendlichen dann eltiche spannende Geschichten und texteten, was das Zeug hielt.

In einer Abschlussrunde präsentierten die Kreativen schließlich ihre erstellten Werke in englischer Sprache, die oft spannende Gedanken und überraschende Wendungen enthielten.


Am Abend trafen sich einige der Jugendlichen zu der Eröffnung der Ausstellung von Coltellacis Werken in der Bad Berleburger Volksbank.

Dort beindruckten sie wiederum in einem Gespräch mit dem Künstler, in welchem sie im englischen Dialog sowohl M.C. Escher als auch Lorenzo Coltellacci vorstellten.

Lorenzo Coltellacci zeigte sich begeistert und bescheinigte dies den Schülerinnen und Schülern in einer Widmung in einem Expemplar seines Buches. Dort schrieb er "Für die Schüler der Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule, die ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt haben, sich in Eschers unmöglichen Welten perfekt zurechtzufinden".


Nach einem gemeinsamen Foto verabschiedeten sich die Schüler von Lorenzo Coltellacci.
Fotos: FM, Gesper, BK
Text: BK
Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 verlegen Stolperstein für Auguste Gonsenhäuser in Bad Berleburg
"Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, sogenannten Stolpersteinen, soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden." aus:https://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine

Am 24.09.2024 wurden in Bad Berleburg in der Jacob-Nolde-Str. 5 sieben Stolpersteine für die Familie Gonsenhäuser verlegt.
Über einen langen Zeitraum hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a (2023-24) mit ihrer Lehrerin, Ute Bänfer, mit den Stolpersteinen in Bad Berleburg beschäftigt.

Dazu wurde die Geschichte der jüdischen Bürger Bad Berleburgs in der Zeit vor und während der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) recherchiert.
Über einzelne Schicksale wurde nachgeforscht und die Erfahrungen in Form von Steckbriefen festgehalten.

Die Archivarin der Stadt, Rikarde Riedesel, begleitete die Schüler auf einem Stadtgang und beim Besuch des neuen jüdischen Friedhofs in Bad Berleburg und lieferte wertvolle Informationen.
Dabei stellten die Schülerinnen und Schüler fest, dass die Informationen auf dem Stolperstein von Auguste Gonsenhäuser falsch waren. Es entstand die Idee einen neuen Stein zu beantragen und zu verlegen. Alina Koob und Ina Limper (Kl. 9a) setzen sich mit der Stiftung von Gunter Demnig in Verbindung und die Planung nahm ihren Verlauf. Herr Thomas Kemper aus Schmallenberg, der viel über die Geschichte der Familie recherchiert hatte, besuchte die Klasse im Mai 2024 und erzählte von seinen Erfahrungen.Dabei entstand ein erster Videokontakt zu Nachfahren dieser Familie in USA und Südafrika , die gerne bei der Verlegung dabei sein wolltenn. Statt des eines Stolpersteins für Auguste wurden nun sieben Steine für die Familie angefertigt, weil alle berichtigt bzw. vervollständigt werden mussten.

Am 24.09.2024 war es dann soweit. An dem Tag, an dem Auguste Gonsenhäuser vor genau 82 Jahren deportiert und 6 Tage später in Kalevi - Liiva (Estland) ermordet worden war, wurden in einer feierlichen Stunde die neuen Stolpersteine verlegt.

Alina und Enie gaben erste Informationen und begrüßten die Nachfahren der Familie.

Gemeinsam mit dem Mitgliedern von Singsation und den Gästen wird das eingeübte Lied " " gesungen.

Aus den Klassen 8 waren etliche Schülerinnen und Schüler dazu gekommen um an diesem Gedenken teilzunehmen.

Die Schüler und Schülerinnen der Klassen 10 (inzwischen im neuen Schuljahr) hatten die Gedenkveranstaltung vorbereitet.

Sie waren umso mehr erfreut, dass 14 Nachfahren (Enkel, Enkelinnen, Großneffen und – nichten) aus den USA und Südafrika angereist waren um bei dem Gedenktag anwesend zu sein.

Es kam zu herzlichen Worten der Begrüßung und einem lebhaften Austausch untereinander nach der Veranstaltung.

Ein Teil der Veranstaltung wurde abends in der Lokalzeit Südwestfalen ausgestrahlt.
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-suedwestfalen/juedische-nachfahren-bei-stolpersteinverlegung-100.html
Fotos: BF, FM, Gesper
Text: BF
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